Über uns

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Als die ersten Christen miteinander Eucharistie feierten, trafen sie sich in ihren Häusern. Jeder brachte etwas mit. Offizielle Helfer waren für diese kleinen Hausgemeinschaften nicht nötig. Diese brauchte man erst, als viele Christen in großen Messen, den Basiliken, das Herrenmahl feierten. Seit damals – etwa seit dem 3. Jahrhundert – werden Gaben in Prozessionen nach vorne in den Altarraum gebracht: Nicht nur Brot und Wein, sondern auch andere Lebensmittel; Kleider und Spenden für die Armen und Bedürftigen.

Heute – im 21. Jahrhundert – hat das „Messdiener sein“ bereits lange Tradition und wird von Generation zu Generation weitergetragen. Wenn ein Junge oder ein Mädchen diesen Dienst übernimmt, dann ist das nichts Geringes. Mit dem Dienst sind sie für die ganze Gemeinde Helfer und Vorbilder. Sie repräsentieren vor der Gemeinde die Haltung, die in jedem Christ wesentlich verankert ist: Nur wenn wir aufeinander achten und darauf, was der andere braucht, gelingt das Zusammenleben in einer Gemeinde. Weil das für alle gilt, kann jeder dem anderen ein Vorbild sein.

Getreu dem Motto: Messdiener Millingen – die tun was -“ können wir als Gemeinschaft auf erfolgreiche Jahrzehnte voller Aktion und Zusammenhalt zurückblicken.

Abgeleitet aus dem Lateinischen, ist der Ministrant dem sprachlichen Ursprung nach ein Diener. (ministrate = dienen). Daher findet man uns Messdiener immer da, wo die Gemeinde zum Gottesdienst zusammen kommt. Dort übernehmen wir vielfältige Aufgaben.

Doch der Glaube geht weit über Dorf-, Stadt- und sogar über  Landesgrenzen hinaus:

So haben wir uns bereits mehrmals auf den Weg in die ewige Stadt gemacht und sind zur internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom/Italien gepilgert. Neben vielen bekannten Sehenswürdigkeiten, die wir besichtigt haben, nahmen wir auch an den Generalaudienzen auf dem Petersplatz teil. Hier durften wir jeweils Papst Johannes Paul II., Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus hautnah erleben. 

Des Weiteren machten sich 28 junge Leute aus der Gemeinde im Jahr 2002 auf den Weg nach Toronta/Kanada zum 17. Weltjugendtag.

2004, 2008 und 2009 sind wir außerdem nach Taizé/Frankreich gefahren um Gott zu suchen, zu finden und zu ihm zu beten.

Das Weltjugendtagskreuz ist seit 1984 laufend in Bewegung. Nachdem es Papst Johannes Paul II. der Jugend der Welt schenkte, hat es als Globetrotter viele Länder bereist. Das Glaubenszeichen ist der Vorbote der Weltjugendtage. Aus diesem Grund hat es am 4. April 2004 seinen „Pilgerweg der Versöhnung“ durch Deutschland in Berlin begonnen. Am 28. Juni wurde das Kreuz auch durch unsere Straßen getragen. Von Jugendlichen in Grietherort vom Schiff geholt, trugen diese es nach Millingen, wo es Mittelpunkt der Messe war. Dann nahm es seinen Weg weiter mit dem Schiff den Rhein hinunter.

72 Stunden – uns schickt der Himmel“: Eine Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) motivierte rund 100.000 Kinder und Jugendliche in rund 3000 Projekten sich in ökologischen, sozialen und gemeinnützigen Projekten in ihrer Gemeinde zu engagieren. Die jeweilige Aufgabe war bis zum Startdatum für alle geheim und musste dann innerhalb der 72 Stunden erledigt werden. Auch wir waren – getreu unserem Messdiener-Motto – mit rund 40 Leuten dabei.

Durch diese zahlreichen Wallfahrten hat sich der Zusammenhalt unter uns Messdienern gestärkt. Ebenso waren diese Fahrten eine gute Gelegenheit unseren Glauben in großer Gemeinschaft zu feiern, aber auch, um mit Christen anderer Nationalität in Kontakt zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und über Fragen des Glaubens zu diskutieren.

Neben den vielen Aktionen die sich primär dem Glauben widmeten und immer noch widmen, unternehmen wir auch viele Ausflüge wo Spaß und Gemeinschaft im Vordergrund stehen:

Durch das traditionelle Eierkläppern zum Palmsonntag, wo wir durch unsere Gemeinde ziehen und gesegneten Palm verteilen, können wir diverse Tagesausflüge, Gemeinschaftsaktionen und Aktionen innerhalb der Gruppenstunden finanzieren. So haben wir in den letzten Jahrzehnten regionale Freizeitparks und Zoos besucht oder an Fußball-Turnieren gegen andere Messdiener aus dem Umkreis teilgenommen. Nicht nur an Land sind wir aktiv, sondern auch im Wasser und in luftigen Höhen. Ausflüge zum Hochseilgarten und Kanutouren auf der Ijssel haben uns viel Sportsgeist abverlangt. Die alljährliche Kevelaer-Wallfahrt bezwingen wir mit anderen Gläubigen der Gemeinde auf dem Radweg oder unternehmen Touren zum APX nach Xanten. Aber auch gesellige Nachmittage und Abende kommen nicht zu kurz. Von Spielenachmittagen mit Dorfrallye und gemütlichen Filmabenden bis hin zu Zeltlagern im Umkreis ist für jeden etwas dabei. Die traditionelle Adventsfeier am 3. Adventswochenende verbringen wir auf dem Eis beim Schlittschuhlaufen und lassen anschließend das Jahr Revue passieren.

Wir, die Messdiener in Millingen bestehen zur Zeit aus 35 Jungen und Mädchen, sowie jungen Erwachsenen. In verschiedenen Altersstufen finden unsere Gruppenstunden wöchentlich statt. Regelmäßig treffen wir uns in der Kirche um unsere Aufgaben den nächst Jüngeren weiter zu geben und üben für einen reibungslosen Ablauf. Im Herbst 2004 haben wir unseren eigenen Raum im Pfarrheim einweihen dürfen. Seither haben wir hier einen Ort, wo wir uns treffen, Gesellschaftsspiele spielen oder uns kreativ austoben können. Die angrenzende Küche ermöglicht uns zu backen und gemeinsam zu kochen. In den letzten Jahren durften wir viele neue Messdiener in unserer Gemeinschaft aufnehmen. Bei uns ist jeder herzlich willkommen!

Wir hoffen, dass nach uns noch viele Generationen diese Tradition fortsetzen.

Die Messdiener St. Quirinus Millingen